Agenda
Bevorstehend
Ausstellung – Hannah Valentin
Laufend
Mit „Ich wär so gern so leicht“ zeigt Hannah Valentin im Atelier Linner ihr aktuelles Werk, in dem sich Identitätsverlust, Autonomie, Schönheit und ein unbedingter Drang nach Freiheit begegnen. Ihr zentrales Motiv ist die menschliche Nervenfaser, genauer deren Degeneration. Der Ursprung hierfür geht zurück auf Valentins Diagnose an Multipler Sklerose (MS) im Alter von fünfzehn Jahren.
In einem früheren Interview mit dem SCHIRN Magazin beschreibt Valentin ihre künstlerische Hinwendung zu MS ausdrücklich nicht als Therapie, sondern als eine Form der Aufklärung. Heute spricht sie durchaus von der heilenden Kraft der Kunst im Hinblick auf ihren eigenen seelischen Schmerz. Das wiederkehrende Muster der beschädigten Nervenfaser zu malen, wird für Valentin zu einer Art Mantra: Die Wiederholung entwickelt einen meditativen Sog und überführt zugleich ihre Krankheit in einen ästhetischen Zusammenhang, in dem sie sich ihr auf neue Weise nähern kann. In der Betrachtung lösen sich die Bilder und Formen jedoch zunehmend von ihrem Ursprung und öffnen einen neuen Assoziationsraum, der an die Farbigkeit der Pop Art ebenso erinnert wie an abstrakte Malerei. Schmerz erscheint hier nicht in der Bildsprache, die wir gemeinhin mit ihm verbinden. Damit stellt sich auch die Frage nach unseren Erwartungen: Müssen Schmerz und Verletzung mit Düsternis und Leid einhergehen? Oder können Schmerz und Leichtigkeit nebeneinander existieren?
Die Einführung in die Ausstellung übernimmt der Germanist, Journalist und Kulturkritiker Martin Ernst im Eins-zu-Eins-Gespräch mit der Künstlerin. Gemeinsam zeichnen sie nach, wie Valentin zu ihrer radikal reduzierten Formensprache aus Farbe, Form, Unterbrechung und Wiederholung gefunden hat. Während der Ausstellung haben die Besucher*innen die Möglichkeit, mithilfe von Augmented Reality die Inspirationsquellen hinter dem jeweiligen Werk zu erkunden.
Über die Künstlerin:
„Ich sehe mich weniger als Sängerin, Malerin oder Produzentin, ich sehe mich als künstlerische und politische Bewegung“, sagte die gebürtige Heidelbergerin Hannah Valentin in einem SPIEGEL-Interview über Unabhängigkeit, Autonomie und Gleichberechtigung.
Valentins künstlerische Praxis bewegt sich zwischen Bildender Kunst, Musik, Performance, Robotik und KI. Ihre Musik wird millionenfach gestreamt, sie spielte hochschwanger auf dem Fusion Festival, bewegt sich zwischen Underground-Clubkultur und etablierten Kunst- und Technologiekontexten – und wechselt das Medium immer dann, wenn das bisherige nicht mehr genügen kann.
Schon als Kind stand Valentin auf der Bühne, spielte Klarinette und gewann bereits nach einem Jahr den höchst dotierten Preis bei „Jugend musiziert“ und dem Tonkünstlerverband. Wiederum ein Jahr später hörte sie auf: „Keine Lust mehr. Ich will singen.“ Später folgten Schauspiel, Musikproduktion, Performance und schließlich die bildende Kunst.
Valentin ist Autodidaktin. Weder Komposition noch Bildende Kunst hat sie studiert. Ein Professor der Universität der Künste Berlin riet ihr einst vom Studium ab: „Auf die Hochschule geht man nur, um sein Thema zu finden. Das haben Sie doch schon.“
Heute formuliert sie es so: „In jedem künstlerischen Bereich bin ich eine Newcomerin mit lebenslanger Praxis.“
Darin liegt ein zentraler Gedanke ihrer Arbeit: nicht auf die institutionelle Erlaubnis warten. Selbst malen. Selbst produzieren. Sich Technologien aneignen. Die eigene Geschichte erzählen. Und selbst definieren, welche Rolle man einnimmt.
Nach 13 Jahren in Berlin und Frankfurt am Main ist sie mit ihrer Familie nach Heidelberg zurückgekehrt.
Das Medium wechselt. Der Anspruch bleibt: Autonomie.
Zur Anmeldung geht es hier.
hannahvalentin.de
Atelier Linner
Lutherstraße 29
Archiv
Event – 1 Jahr Atelier Linner
17.10.2026
Atelier Linner wird eins!
Ein Jahr voller spannender Begegnungen, neuer Aufgaben und kreativer Möglichkeiten.
Das möchten wir mit euch feiern und uns für euer Vertrauen, eure Unterstützung und die gute Zusammenarbeit bedanken.
Lasst uns gemeinsam auf viele weitere Jahre voller Ideen, Inspiration und gemeinsamer Projekte anstoßen.
Wir starten ab 15 Uhr mit Aperitivi und Cicchetti.
Gegen Abend gibt es etwas Warmes aus der Küche.
Zur Anmeldung geht es hier.
Musik: Hannah Valentin, valentin-official.com/
ab 15:00
Atelier Linner
Lutherstraße 29
Impuls – Neues Miteinander
24.09.2026
Der Freundeskreis der Jakobuskirche e. V. stellt seine Ideen und Strategien vor, wie diese ehemalige Kirche in Neuenheim weiter ein Raum des Willkommens bleiben kann und dem Abriss entgeht.
Schauen Sie sich um – lernen Sie unsere Ideen kennen – bringen Sie sich ein.
Wir freuen uns auf Sie!
17-21 Uhr
Atelier Linner
Lutherstraße 29
Ausstellung – Udo Wendel
15.08.2026
Udo Wendel lebt am Rand von Düsseldorf. Ausgangspunkt der Arbeiten sind Pflanzen und Materialien aus dem Garten und der näheren Umgebung. Durch Ausschnitt, Licht und Vergrößerung verlieren die Motive ihre Eindeutigkeit. Linien, Verdrehungen und Strukturen treten hervor und lassen Bilder entstehen, die zwischen Naturstudie und Abstraktion oszillieren.
Finissage
11:00 Uhr
Atelier Linner
Lutherstraße 29
Event – Sommer im Atelier #3
06.08.2026
Drei Sommerabende im Atelier Linner.
Offen, ungezwungen und ohne Programm. Für ein Feierabendbier oder eine Limo, eine Runde Tischtennis, Begegnungen, Gespräche und Musik.
Einfach vorbeikommen. Offen für alle.
ab 17:00
Atelier Linner
Lutherstraße 29
Event – Sommer im Atelier #2
23.07.2026
Drei Sommerabende im Atelier Linner.
Offen, ungezwungen und ohne Programm. Für ein Feierabendbier oder eine Limo, eine Runde Tischtennis, Begegnungen, Gespräche und Musik.
Einfach vorbeikommen. Offen für alle.
ab 17:00
Atelier Linner
Lutherstraße 29
Event – Sommer im Atelier #1
09.07.2026
Drei Sommerabende im Atelier Linner.
Offen, ungezwungen und ohne Programm. Für ein Feierabendbier oder eine Limo, eine Runde Tischtennis, Begegnungen, Gespräche und Musik.
Einfach vorbeikommen. Offen für alle.
ab 17:00
Atelier Linner
Lutherstraße 29
Ausstellung – Daria Dobrolinski
22.05.2026
Daria Dobrolinski arbeitet mit Techniken aus den Bereichen Collage, Assemblage und Objektkunst. Mit Nadel und Faden verbindet sie Fragmente von Fotos, Zeichnungen und Stoffen. Die entstehenden Arbeiten erzählen von Erinnerungen, Lebenszyklen und Etappen. Die Fäden verweisen auf etwas Verbindendes – auf etwas, das Risse zusammenhalten und wieder loslassen kann. In diesem Schaffensprozess bleibt alles in Bewegung, bis es sich gemäß einer inneren Notwendigkeit ineinandergefügt hat. Beim Nähen spürt sie einen Antrieb, der sie leitet, und folgt einer inneren Dringlichkeit, die aus dem Unterbewusstsein an die Oberfläche drängt, ohne sich vollständig zu offenbaren.
Bild: Black Eyes / Vorderseite durchleuchtet
Instagram: @daria_dobrolinski
Kooperationspartner: Ateliers im Delta Kunstbetrieb GmbH, www.aid-m.de
Finissage
18:00 Uhr
Atelier Linner
Lutherstraße 29
Event – Dämmerlichter
09.05.2026
Takoyaki, Bier und Papier
Zu den diesjährigen Dämmerlichtern verwandeln wir unser Atelier in ein japanisches Izakaya.
Wir servieren frisch zubereitete Takoyaki, Bier und Yuzu-Limonade. Eine Origami-Station lädt zum Mitmachen ein.
Stadtteilverein Neuenheim, stadtteilverein-neuenheim.de
ab 17:00 Uhr
Atelier Linner
Lutherstraße 29
Impuls – formAD Feierabend #60
26.03.2026
Warum wirken manche Gebäude auch nach 100 Jahren noch würdevoll – während andere nach 15 Jahren verbraucht erscheinen? Woran liegt es, dass wir selbstverständlich in Gründerzeithäusern arbeiten und wohnen, während viele Neubauten kaum Altern zulassen?
Im Rahmen des formAD-Feierabends sprechen wir über Patina als sichtbare Zeit – und über Robustheit als kulturelles Prinzip. Über die Frage, ob wir heute zu sehr auf Effizienz und Optimierung bauen – und zu wenig auf Dauer, Reparierbarkeit und Fehlertoleranz.
Ein Impulsabend über Architektur, Gestaltung und die Verantwortung gegenüber der Zeit. Anschließend laden wir zum offenen Austausch ein.
In Kooperation mit formAD und der Kultur- und Kreativwirtschaft Heidelberg
Bild: Christian Buck
18 Uhr
Atelier Linner
Lutherstraße 29
Event – Lebkuchenhausbauen
19.12.2025
Das Büro wird für einen Abend zur Werkstatt. Am großen Tisch entstehen aus Teig und Zuckerguss kleine Häuser.
Das Format erprobt den Raum als offenen Ort: nicht nur Arbeitsplatz, sondern gemeinschaftlich genutzte Fläche. Zwischen Handwerk und Austausch verschiebt sich seine Funktion – vom Planungsraum zu einem offenen Arbeitsraum.
Event – Einweihungsfeier
18.10.2025
Mit der Einweihung öffnen wir die Räume in der Lutherstraße erstmals öffentlich. Das Büro wird vorgestellt, gezeigt und diskutiert.
Der Abend markiert den Übergang vom Umbau zum Betrieb – und die Öffnung des Büros als Arbeitsort und Ort für Austausch, Kunst und Diskurs.
Büroumbau
09.2025
Der Umbau in der Lutherstraße beginnt mit dem Freilegen. Spätere Eingriffe werden zurückgebaut, bestehende Strukturen wieder sichtbar gemacht.
Das Projekt versteht den Bestand nicht als zu überformende Fläche, sondern als Ausgangspunkt weiterer Entwicklung.